Weihnachtstraum

von Martin Maxeiner. Eine Erwachsenenreden aus dem Jahr 2000.

Wenn die Bäume Lichter tragen
Und die Glocken süßer klingen
Wenn die Feinde Freundschaft wagen
Und die Tage Frieden bringen

Weihnachten 2000, Weihnachten im heiligen Jahr, heilige Weihnacht ? Wohl eher eilige Weihnacht: In Köln hat man die langen Einkaufssamstage verdoppelt und beginnt bereits Anfang November damit in einer anderen Stadt brennt seit dem 28. Oktober die Festbeleuchtung und an Lebkuchen, die in der Septembersonne dahinschmelzen haben wir uns längst gewöhnt.

Weihnachten 2000, Weihnachten im heiligen Jahr ?

Auch diesmal werden die Tage wohl kaum den Frieden auf der Welt bringen. Zu laut ist der Donner des Hasses, zu leise die Stimme der Versöhnung.

Weihnachten 2000 ?

Seit 2000 Jahren feiern wir Menschen die Geburt Jesu Christi mit diesem Fest und hoffen auf eine bessere Welt voll Liebe und Harmonie. Alles nur ein Traum ? Etwas für Träumer, die man nicht so ganz ernst nehmen sollte ? Der Blick auf die Realität belehrt uns doch eines Besseren. Was hat sich schon verändert seit jener ersten heiligen Nacht?

Weihnachten

Nichts hat sich geändert, und gerade das ist der Zauber der Weihnacht.

Wie die Kinder träumen wir von weißer Weihnacht, vom

Weihnachtsbaum und vom Glanz der Lichter. Und dieser Glanz des Festes entspringt eben nicht der Realität unseres Alltags, sondern unserer Fähigkeit gemeinsam einen Traum zu leben.

Dieser Traum, unser Traum, verzaubert uns in jedem Jahr aufs Neue und macht Weihnachten zu einer besonderen Zeit.

Solange wir den Mut haben diesen Traum zuzulassen, solange wir nicht verlernen mit den Herzen zu sehen, solange wird Weihnachten sein.

Nicht nur am 24. Dezember. Weihnachten ist immer dann, wenn die Macht unserer Träume die größere Kraft ist. Wenn wir mit Mut und Phantasie zu unseren Träumen stehen, dann werden wir neue Chancen und Möglichkeiten in unserem Leben entdecken. Viel zu oft stehen wir angewurzelt auf dem Boden der Tatsachen anstatt uns im Traum zu neuen Höhen emporzuschwingen. An Weihnachten werden Träume Wirklichkeit.

Wenn zur Krippe Kinder kommen
Und auf Zetteln Wünsche steh’n
Wenn die Botschaft wird vernommen
Und wir mit den Herzen sehn
Dann träumen wir vom Weihnachtsbaum
Und träumen unsren Weihnachtstraum
Dies wünsch ich Euch, Euch allen hier
Im Raum
In Wirklichkeit
Doch besser noch
Im Traum